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Welpenspieltag 2002

im Rhein-Taunus

In diesem Jahr wurde der Welpenspieltag im Taunus der Lgr. Hessen im VDW von einem engagierten Neuzüchter, Zwinger "Von der Balthasarlei", ausgerichtet, dessen Welpen fast vollzählig anwesend waren. Mit beteiligt waren mehrere Welpen aus den Zwingern "Vom Atzelberg" und "Vom Hopfenhof" sowie ein paar einzelne Hunde aus anderen Zwingern und Rassen samt ihren Familien.


Es war sprichwörtlich eine "bunte Truppe", da neben verschiedenen Zwingern, unterschiedlichem Alter, auch alle Farben von Braun über Rehrot und Braunschimmel bis zum Helltiger vertreten waren.

Wir trafen uns am 28. Juli bei dem Züchter und fuhren von dort aus gemeinsam, unterwegs mit herrlichem Blick auf den Rhein, zu einer Waldwiese im Revier Östrich-Winkels. Da es sehr heiß war, suchten wir zunächst an einem kleinen Bach unter den Bäumen den Schatten auf.



Der Nachmittag wechselte zwischen Beobachten der Welpen beim Spiel, fachliche Anleitung zur Welpenförderung, Grillen, Erfahrungsaustausch, so daß bei den Erwachsenen keine Langeweile aufkam, während Kinder und Hunde sich spielend im Gelände verteilten.



Der krönende Abschluß war der Besuch am nahegelegenen Teich. Die Kinder hatten zwar keine Badehosen dabei, aber diese Problem wurde kuzfristig gelöst, so daß alle Welpen und Kinder bei der Hitze zu einem erfrischenden Bad kamen.




Zeitungsbericht vom 1. August 2002

Spielfest für Wachtelhundwelpen
Revierförster Nikodemus lud Züchter und Jäger ein
Oestrich-Winkel. (sf) -

15 kleine Hunde wuselten am Sonntag über die Pfigstbachwiesen und versetzten schier jeden Spaziergänger in Verzücken. Die Welpen im Alter von zwölf Wochen bis fünf Monate gehören zur mittlerweile selten gewordenen Rasse der Deutschen Wachtelhunde und waren ,,Gäste" des ersten Rheingauer Welpenspielfestes, das der Oestrich-Winkeler Revierförster Nikodemus veranstaltet hatte.

Nikodemus züchtet selbst seit einiger Zeit den Deutschen Wachtelhund in seinem Zwinger ,,von der Balthasarley". Um das Sozialverhalten der Hunde im Rudel auch nach der Trennung von der Mutter zu fördern und ,,die Hundesprache zu vervollständigen", hatte sich Nikodemus das Welpenfest einfallen lassen und war auf großes Interesse bei zwei Züchtern aus dem Taunus und zahlreichen Jagdfreunden aus ganz Hessen gestoßen. 20 Hundefreunde, darunter der Hessische Obmann des 1903 gegründeten, 380 Mitglieder starken Vereines für Deutsche Wachtelhunde Michael Heyer, waren mit ihrem Tieren gekommen. Gemeinsam mit Gastgeber Nikodemus und den beiden Züchtern Jochen Raus aus Kelkheim und Ingrid Wenz aus Selters informierte Heyer die Besucher über Zucht, Ausbildung und Umgang mit den Wachtelhunden.

Der Deutsche Wachtelhund ist ein kräftiger, mittelgroßer, langhaariger Stöberhund, der ausgewachsen eine Schulterhöhe um 50 Zentimeter aufweist, Hündinnen sind etwas kleiner, Rüden etwas größer. Das Fellhaar variiert von glatt anliegend über leicht gewellt bis kurz gelockt und kann braun sein, seltener auch fuchs- bis hirsch-rot, gelegentlich mit kleinen weißen Abzeichen an Brust und Pfoten. Auf den Pfingstbachwiesen waren Exemplare aller Farbe und Felltypen zu bewundern.


Die Zucht des Wachtelhundes erfolgt grundsätzlich getrennt nach Farbschlägen, mit ursprünglich auch unterschiedlichen Eigenschaften. Die Braunen waren die eher kürzer jagenden, grobzelligeren Hunde, die Braunschimmel die feinzelligen Weitjäger. Diese Unterschiede haben sich im Laufe der Jahrzehnte verwischt, da aus verschiedenen Gründen beide Stämme miteinander gepaart wurden. Die heute noch praktizierte getrennte Zucht nach Farbschlägen dient mehr dem Erhalt wenig miteinander verwandter Linien", so Heyer. In Deutschland würden jedes Jahr rund 700 Welpen, im Ausland weitere 600 geboren. Die Zucht sei konsequent auf Gesundheit und Leistung ausgerichtet, erläuterten die drei anwesenden Züchter. Die seit 1966 bestehende Zuchtordnung schreibe vor, daß die zur Zucht verwendeten Hunde auf einer Zuchtprüfung mindestens gute Anlagen nachweisen müssen. Sie dürften keine körperlichen Wesensmängel haben und müssen dem Rassetyp entsprechen. Bei allen Zuchthunden werde der Grad eventuell vorhandener Hüftgelenksdysplasie röntgenologisch festgestellt und ausgewertet und anschließend in ein Zuchtwert-Schätzverfahren eingebracht.

Durch sein ausgeglichenes und gegenüber fremden Menschen freundliches Wesen eigne sich der Wachtelhund neben der Zwingerhaltung besonders für die Haltung im Haus mit Familienanschluß, erzählte Familienvater Nikodemus. Doch die temperamentvollen, außerordentlich passionierten Jagdhunde bräuchten reichlich Bewegung, möglichst bei jagdlichem Einsatz. ,,Die in der Jugend oft ausgeprägte Passion muß durch konsequente Abrichtung rechtzeitig in die richtige Bahn gelenkt werden. Deshalb ist der DW als reiner Familien-hund für Nichtjäger ungeeignet, erklärt er. Der Wachtelhund sei der Hund des Waldjägers und in reinen Waldrevieren, im deckungsreichen Gelände und bei der Wasserjagd sei er der ideale Jagdhelfer. Der vielseitig veranlagte Rassehund sei bei Bedarf leicht zu spezialisieren und damit gerade unter heutigen Jagdverhältnissen der Jagdhelfer schlechthin.

Einen Spielenachmittag für die Wachtelhund-Welpen, aber auch ein Erfahrungsaustausch unter Züchtern und Besitzern bot das gesellige Welpenfest auf den Pfingstbachwiesen


Doch von Haus aus ist der Wachtelhund Solojäger und damit für die Jagd in der Meute nicht geeignet. Gerade deshalb sei es so wichtig, daß Sozialverhalten der Hunde schon in der "Kinderstube" zu fördern. Aus diesem Grund traf man sich am Sonntag mit mehreren Hundebesitzern, um den Tieren die Möglichkeit zu geben, sich ausgiebig zu beschnuppern, miteinander zu spielen und zu ,,komrnunizieren", denn gerade das hätten viele Hunde heutzutage verlernt. Wenn sie von ihrem Müttern getrennt werden, haben sie kaum noch die Möglichkeit, die "Hundesprache" zu vervollständigen,

deshalb kommt es zwischen Hunden, die sich an der Leine kurz begegnen zu "Missverständnissen", zum Anknurren und zu Beißerein.

Die Wachtelhund-Welpen hatten an dem eigens für sie veranstalteten Fest sichtlichen Spaß und spielten fröhlich miteinander. Auch einen Spaziergang in den Wald unternahmen die Hunde mit ihren Herrchen und schließlich durften sie auch ins Wasser, was die kleinen Ehrengäste bei sommerlich heißen Temperaturen sehr genossen. Doch natürlich kamen auch die Menschen beim Welpenfest nicht zu kurz. An Tischen und Bänken saß man am Waldrand gemütlich beisammen und genoß das mitgebrachte Picknick.



JP - Vorbereitung 2003

in Linden


Am 2. Februar 2003 trafen sich über 40 Hunde mit ihren Führern zu einem Lehrgang zur Vorbereitung auf die JP, ausgerichtet von der Landesgruppe Hessen. Nach einer theoretischen Einführung ging es ins Revier zur Demonstration der Hasenspuren. Trotz der winterlichen Witterung waren viele Hasen anzutreffen.


In der Mittagspause weitere Erläuterungen und kurze Besprechung der Hunde, wobei Uwe Ickler aufmerksame Zuhörer fand. Anschliessend ging es in ein Waldrevier, um den Hunden Gelegenheit zum Stöbern zu geben.


Mit unter den Teilnehmern vier Junghunde aus dem Zwinger vom Hopfenhof (R-Wurf)

Nachdem die Junghunde - hoffentlich erfolgreich - im März / April die Jugendprüfungen absolviert haben, beginnt für sie der "Ernst des Lebens" :

Beginn des Abrichtelehrgangs am 1. Mai 2003


 

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