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Zughunde-Lehrgang

Zughund bei der Heuernte 

Ausbildung

Ausbildung ist vielleicht nicht unbedingt das passende Wort - es geht viel mehr darum, dass im Zusammenleben von Mensch und Hund gewisse Spielregeln erforderlich sind. Es ist also nicht immer nur der Mensch der "Lehrer" und der Hund der "Schüler" sondern es geht um ein gemeinsames Lernen, aufeinander einzugehen, um in bestimmten Situationen für beide Seiten den bestmöglichen Erfolg zu erzielen. Zu diesem Ziel bringt uns regelmäßiges Üben, denn der Hund ist ein Gewohnheitstier - und der Mensch schließlich auch.

Wenn man das so voraussetzt, dürfte jedem klar werden, dass die "Ausbildung" nicht erst in einem bestimmten Alter einsetzt, sondern dass der Welpe zu lernen beginnt, sobald er geboren wurde. Er lernt seine Mutter kennen, seine Geschwister, den Züchter, andere Menschen, sein Wurflager, die nähere und weitere Umgebung, verschiedene Gegenstände, Gerüchte, Geräusche, andere Tiere und vieles mehr. Es ist also ein ständiger Lernprozess und je mehr dem Welpen an Abwechslung geboten wird, um so mehr kann er lernen. Und je mehr der Welpe lernt, um so besser entwickeln sich die verschiedenen Nervenbahnen und Gehirnzellen, und befähigen den Hund, später darauf zurückzugreifen und weiter lernfähig zu bleiben. Dabei soll ein Welpe natürlich nicht überfordert werden, sonder er soll die Möglichkeit haben altersgemäß soviel zu lernen, wie er verarbeiten kann. Da Haushunde nicht wie Wölfe in einem Rudel aufwachsen, wo sich alle an der Welpenbetreuung beteiligen, übernimmt diesen Part zunächst der Züchter mit seiner Familie.

Nach dem Wechsel in eine neue Familie wird der Besitzer der Ausbildungspartner, wobei die Anforderungen natürlich langsam ansteigen, egal ob es im häuslichen Bereich ist, in neuen fremden Umgebungen oder z.B. unter fachkundiger Anleitung in einer Hundeschule oder auf dem Welpentreffen eines Vereins.. In vielen Fällen ist es erforderlich, dass der Besitzer erst einmal lernt, wie er seine Wünsche und Vorstellungen seinem Hund übermittelt, bevor er diesem etwas "beibringt". In vielen Fällen hat uns der Hund schon entsprechend seinen Vorstellungen erzogen, bevor wir uns dessen bewusst werden.

Ab einem gewissen Alter wird dann die Ausbildung mehr und mehr in die gewünschte Fachrichtung gelenkt. Zunächst wird man sich da auf die Anlagenförderung beschränken, später kommt dann die Spezialausbildung und der Hund besucht mit seinem Besitzer einen Ausbildungs- oder Abrichtekurs oder wie es sonst noch genannt wird. Je bessere Grundlagen in der Jugend gelegt wurden, um so leichter stellt sich dann später der gewünschte Erfolg ein und der Hund besteht mit seinem Besitzer die angestrebte Prüfung.

Es nützt aber alles nichts, wenn für eine vorgesehene Ausbildung und Einsatz des Hundes nicht die entsprechende Veranlagung zugrundeliegt. Ein Hund einer Jagdhunderasse ohne entsprechende Jagdpassion wird trotz Ausbildungbemühungen immer ein Stümper bleiben, während ein anderer mit großer Passion, in einem Bereich wo er praktische Erfahrungen sammeln und aus diesen lernen konnte, ohne besondere Ausbildung excellente Leistungen zeigen kann. Wenn ein Hund gerne zieht, lässt er sich leicht als Zughund ausbilden. Ein Hund, der als Blindenführhund oder Therapiehund ausgebildet wird, sollte Menschen grundsätzlich freundlich gegenüberstehen und in unerwarteten Situationen nicht impulsiv reagieren. Und so liessen sich noch weitere Beispiele anführen.


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